Im Viaduktweg zwischen Oberleupten und Kotteritz klafft ein Loch – 7m lang und 4,50 tief. Und dieses Loch stellt ein ärgerliches Hindernis dar, vor allem für Radfahrer und bewegungseingeschränkte Menschen, die diesen beeindruckend schönen Weg nutzen möchten. Der Grund dafür ist, dass die Deutsche Bahn beim Rückbau der Gleisanlagen der ehemaligen Eisenbahnstrecke Altenburg-Narsdorf leider an dieser Stelle auch die damals vorhandene Blechträgerbrücke ausgebaut hat. Seitdem führen steile Trampelpfade vom Damm herunter und wieder hinauf.
Um diesen Makel zu beseitigen und die Barrierefreiheit wieder herzustellen, ist vorgesehen auf die vorhandenen Widerlager wieder eine Brückenkonstruktion zu platzieren. Damit läßt sich die letzte Lücke auf dem dann 12 km langen Qualitätswander- und Alltagsradweg zwischen Nobitz/Kotteritz und Frohnsdorf schließen. Das Bauwerk liegt auch zwischen den beiden bereits zu Wander-/ Radwegbrücken umgebauten und unter Denkmalschutz stehenden Bogenviadukten in Kotteritz und Nirkendorf und stellt quasi deren Bindeglied dar.
Dieses Vorhaben ist auch besonders im Hinblick auf die 2032 in Altenburg stattfindende Landesgartenschau bemerkenswert. Gästen dieser publikumsstarken Großveranstaltung aus dem Raum Nobitz, dem Wieratal und den benachbarten Gemeinden in Sachsen wird damit überhaupt erst die Möglichkeit gegeben, mit dem Fahrrad abseits stark befahrener Straßen, die Skatstadt zu erreichen. Straßenbegeleitende oder eigenständige Fahrradwege gibt es außer dem Viaduktweg im östlichen Teil des Altenburger Landes leider bisher und bedauerlicherweise auch mittelfristig nicht.
Der Weg wird für die Gäste und natürlich für Einheimische aber auch deshalb interessant sein, weil dieser außer dem Erholungsfaktor auch Informationen zur Historie der Bahnstrecke, zur Regionalgeschichte, zu Persönlichkeiten des Altenburger Landes sowie zu weiteren Attraktionen dieses Zipfels des Altenburger Landes bieten wird.. An 20 Stationen werden persönliche Erlebnisse, historische Erzählungen und kulturelle Einblicke präsentiert , die hinter die Türen der Schätze des Altenburger Landes blicken. Besucher und Einheimische können Stimmen hören, die sonst nicht erreichbar sind, Akteure und Orte entdecken, die das Wieratal im Altenburger Land einzigartig machen, und gleichzeitig die Natur des Viaduktweges genießen.




































































